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Was kostet die Krankenversicherung?

Kurzantwort 2026

Die gesetzliche Krankenversicherung kostet 2026 rund 17,5 % des Bruttolohns (14,6 % allgemeiner Satz plus Ø ca. 2,9 % Zusatzbeitrag), je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen — bei 4.000 € brutto zahlt der Beschäftigte damit etwa 350 €/Monat inklusive Pflegeversicherung.

Unsere Quellen und Methodik

Alle Zahlen basieren auf offiziellen Quellen: Destatis (Statistisches Bundesamt), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium der Finanzen (BMF), Deutsche Bundesbank, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Inhalte werden quartalsweise auf Aktualität geprüft. Alle Berechnungen können bei Steuerberater oder Rechtsanwalt verifiziert werden. Wir bieten keine Rechts- oder Steuerberatung im Sinne des RDG/StBerG an.

💰 GKV-Arbeitnehmeranteil: ca. 8,7 % + PV

14,6 %
Allgemeiner Beitragssatz
ca. 2,9 %
Ø Zusatzbeitrag 2026
ca. 5.812 €/Monat
Beitragsbemessungsgrenze 2026
400–900 €/Monat
PKV (mittleres Alter, guter Tarif)

Kostenaufstellung im Detail

PositionRichtwert (€)
GKV bei 3.000 € brutto (AN-Anteil inkl. PV)ca. 260–280/Monat
GKV bei 5.000 € brutto (AN-Anteil inkl. PV)ca. 430–470/Monat
GKV Selbständige (Mindestbeitrag)ca. 250–300/Monat
PKV Einsteiger (30 J., gesund)350–550/Monat
Pflegeversicherung (kinderlos, Zuschlag)+0,6 % vom Brutto

Der Zusatzbeitrag ist der Wettbewerbsfaktor

Alle Kassen leisten den gleichen gesetzlichen Katalog — der Zusatzbeitrag streut aber um mehr als einen Prozentpunkt zwischen den Kassen. Bei 4.500 € brutto macht ein Prozentpunkt rund 270 € Arbeitnehmer-Ersparnis pro Jahr. Bei jeder Erhöhung des Zusatzbeitrags besteht ein Sonderkündigungsrecht; der Wechsel dauert online wenige Minuten, die neue Kasse kündigt für Sie. Zusatzleistungen (Zahnreinigung, Osteopathie, Bonusprogramme) danach vergleichen, nicht davor.

PKV: günstiger Einstieg, teures Alter?

Die PKV lockt junge Gesunde mit starken Leistungen zu Beiträgen unter dem GKV-Höchstsatz. Die ehrliche Rechnung braucht aber den Blick auf 30+ Jahre: Beitragssteigerungen im Alter, fehlende beitragsfreie Familienversicherung und der praktisch verschlossene Rückweg in die GKV ab 55. Für Beamte (Beihilfe) ist die PKV fast immer richtig, für Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze eine Einzelfallentscheidung mit unabhängiger (Honorar-)Beratung.

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Häufige Fragen

Was zahlen Selbständige für die GKV?

Freiwillig versicherte Selbständige zahlen den vollen Beitragssatz auf ihr Einkommen — 2026 mindestens ca. 250–300 €/Monat (inkl. Pflege), maximal den Höchstbeitrag von rund 1.100–1.200 €. Der Gründungszuschuss-Zeitraum und Künstlersozialkasse (übernimmt den 'Arbeitgeberanteil') sind wichtige Sonderwege.

Was kostet die Familienversicherung?

Nichts — Ehepartner ohne bzw. mit geringem eigenen Einkommen (bis ca. 556 €/Monat, Minijob bis 603 €) und Kinder sind in der GKV beitragsfrei mitversichert. In der PKV zahlt jede Person einen eigenen Beitrag: der größte strukturelle Kostenunterschied für Familien.

Lohnt sich der Kassenwechsel wirklich?

Bei hohem Einkommen und teurer Kasse: 200–350 €/Jahr Ersparnis plus ggf. bessere Zusatzleistungen. Einmal jährlich Zusatzbeitrag und Leistungsvergleich prüfen — 15 Minuten Aufwand.

LM

Leutrim Miftaraj

Buchautor "Identity Over Discipline", Founder Innopulse Consulting GmbH (CH). Schreibt seit 2023 über persönliche Finanzen, ETF-Investments und SaaS-Strategien für DACH.

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